Marcus Werner | Handeln lernen, auch mit Hund

Tiergestützte Therapie & Pädagogik

Der Hund als Therapeut: Heilung auf vier Pfoten

Der heilende Prozess in der Interaktion zwischen Tier und Mensch beeinflusst unser gesamtes Sein. Meine speziell ausgebildeten Therapiebegleithunde sind weit mehr als treue Begleiter – sie sind aktive Co-Therapeuten, die den Therapieerfolg auf emotionale und ganz natürliche Weise unterstützen.

In meiner Praxis integriere ich die tiergestützte Therapie gezielt in wissenschaftlich fundierte Heilmittelverfahren. Die positive Wirkung der Hunde nutze ich dabei insbesondere im Rahmen von sensomotorisch-perzeptiven sowie psychisch-funktionellen Behandlungsverfahren gemäß den offiziellen Heilmittelrichtlinien.

Wie die Therapiebegleithunde den Erfolg unterstützen:

Der gezielte Einsatz des Hundes fördert die Muskelentspannung, steigert die körperliche Aktivität und stärkt die allgemeine Vitalität. Durch das Erfühlen des Fells, das Streicheln oder gemeinsame Bewegungsübungen werden die Körperwahrnehmung und die sensorische Integration intensiv geschult.

Hunde motivieren ungemein. Im Spiel und bei gemeinsamen Aufgaben mit dem Hund unterstützen wir das kognitive Gedächtnistraining spielerisch, hochgradig effektiv und mit viel Freude.

Tiere werten nicht – sie nehmen uns an, wie wir sind. Die Begegnung mit dem Hund hilft bei der Artikulation von Gefühlen, mindert nachweislich Ängste und baut Aggressionen oder Stress spürbar ab.

Die Arbeit mit den Vierbeinern stärkt soziale Talente, fördert die Kommunikation und hilft den Patienten dabei, Vertrauen aufzubauen und sich anderen Menschen gegenüber leichter zu öffnen.

Therapie-Effekt: Warum die Arbeit mit Basset Hounds eine Chance ist

Der Basset Hound zeigt in seiner recht eigenwilligen Art perfekt, wie vermeintlicher Eigensinn in der Ergotherapie als wertvolle Ressource genutzt werden kann:

  • Grenzen setzen & Authentizität Der Hund macht nur mit, wenn er einen Sinn sieht. Das zeigt Kindern (besonders bei Masking), dass es völlig okay ist, „Nein“ zu sagen und eigene Grenzen zu wahren.

  • Achtsamkeit & Entschleunigung Wenn der Hund minutenlang an einer Stelle schnuppert, erzwingt er eine Pause. Für Menschen mit ADHS ist das ein radikales Grounding (Erdung) im Hier und Jetzt, das gleichzeitig die Frustrationstoleranz stärkt.

  • Kreatives Problemlösen Ein beharrlicher Hund reagiert nicht auf Druck, sondern auf clevere Motivation. Das fordert das Gehirn spielerisch heraus: Jedes erfolgreiche „Verhandeln“ schüttet Dopamin aus und sorgt für echte Erfolgserlebnisse.

  • Struktur durch Routine Als Gewohnheitstier fordert der Hund feste Abläufe sanft, aber unnachgiebig ein. Diese charmante Beharrlichkeit hilft insbesondere autistischen Menschen, eine verlässliche Tagesstruktur zu halten.

Für wen ist die tiergestützte Therapie geeignet?

Dieses Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die eine ergotherapeutische Unterstützung benötigen und für die der Kontakt zu Tieren einen positiven Impuls darstellt. Die Durchführung erfolgt stets im Rahmen einer verordneten ergotherapeutischen Behandlung (z. B. auf Grundlage einer ärztlichen Diagnostik).

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